Schon mal bei den Solderin' Skaters vorbeigeschaut?
Fri, 22 Mar 2013
Der erste Streich von Dreien: Fever
Nach langer Zeit hab ich wieder die Motivation gefunden einen neuen Sampler zu machen, diesmal thematisch enger gefasst. Einige Songs werden treue Hörer kennen, aber es ist auch genügend neues Material aus bekannten und unbekannten Quellen dabei.
- You Say Party! We Say Die! - There Is XXXX (Within My Heart)
- Bernadette La Hengst - Liebe ist ein Tauschgeschäft
- Electric Six - Danger High Voltage
- Emily Wells - Tisis Momar
- Marbert Rocel - Your Bed
- Coeur de Pirate - Golden Baby
- Miss Pain - Kiss Cuddle Torture (Katsen outrun remix)
- Paula - Als es passierte
- The Indelicates - Europe
- Jody 'The Warlock' Bleyle - Summer Luv
- Beirut biloma - Take Me to Beirut (Biloma)
- Kevin Blechdom - Slow Me Down
- Tone - Wake Me Up
- Animal Collective - Winter's Love
- Eve - Massacre - with our lips glued together
- New Young Pony Club - Ice Cream
- The Toten Crackhuren im Kofferraum - Ronny&Clyde
- Lykke Li - Time Flies
- CITIZENS! - True Romance
- Pulp - This Is Hardcore
Wie immer gilt, meine liebsten sieben Freunde können mich nach einer Privatkopie fragen. Sonst einfach selber zusammenbasteln und einfach nachfragen, wenn Ihr einen Track nicht auftreiben könnt.
Demnächst gibt es nochmal was zum Thema Hotel, dann aber als Mixtape auf Hertz 87.9.
Sun, 06 Sep 2009
Zweite Schotterpiste
Bisher habe ich es nicht geschafft die erste Version der neuen Sampler-Reihe Schotterpiste hier kundzutun. Trotzdem scheint die Kompilation bei eingefleischte Fans die Runde gemacht zu haben. Steigen wir also gleich mit Schotterpiste II ein.
- Man Man - Hurly/Burly
- The Pierces - Sticks and Stones
- Crystal Castles - Untrust Us
- Thomas D - Keine Panik (Der Handtuch Song)
- Scream Club - Girl You Look Expensive
- Katzenjammer - A Bar in Amsterdam
- Soap&Skin - Spiracle
- Fever Ray - Seven
- M.I.A. - Paper Planes
- Crunc Tesla - Welcome To The Circus
- Blacken The Black - Blacken the Black
- Emily Wells - Symphony 10: Could This Really Be the End
- Bernadette La Hengst - Liebe ist ein Tauschgeschäft
- Billy Rubin - Death of the Compi
- The Gaslight Anthem - Meet Me By The River's Edge
- Abjeez - Eddeaa
- The Ting Tings - That's Not My Name (Radio Edit)
- The Raconteurs - The Switch and the Spur
- MGMT - Pieces Of What
- Gustav - Soldatin Oder Veteran
- Scott Matthew - Upside Down
Meine liebsten sieben Freunde können mich wie immer nach einer Privatkopie fragen. Wenn Ihr einen Act partout nicht findet, fragt einfach nach.
Foto auf dem Front-Cover: Ribbon Road in Valley of Fire State Park, Nevada von Judy Baxter. Einige Rechte vorbehalten. Foto auf der Rückseite: Nevada Highway 374 von Mark Holloway. Einige Rechte vorbehalten.
Thu, 16 Jul 2009
Nobatik Wühlkiste
Die Kaltfront ist vorbeigezogen und Eure T-Shirts werden wieder von Schweißfluten zersetzt. Doch grämt Euch nicht, denn es gibt wieder neue T-Shirts von Marie Jacobi und Florian Fusco, den Kennern bekannt als Nobatik.
Bisher konnte ich die Ungeduldigen mehr oder weniger davon abhalten die ordentliche Lieferung feinster Shirts, Taschen und Tücher in einen Discounter-Wühltisch zu verwandeln. Doch lange halte ich die Stellung nicht mehr, denn mit der Beharrlichkeit einer Horde Untoter versuchen sie an die Ware heranzukommen. Daher schmieren wir wieder Schnittchen und stellen den Prosecco kalt, denn am Dienstag, den 21. Juli um 19 Uhr steigt die erste T-Shirts statt Tupper-Party in OWL. Ihr und Eure kaufkräftigen Freunde seit eingeladen, Daten gibt es klandestin per E-Mail.
Lehmann-Zertifikate können als Zahlungsmittel leider nicht akzeptiert werden.
Mon, 09 Feb 2009
Und - verdammt nochmal - den Eierkuchen
"Rettet die Wale", das Debüt von Gustav, liegt manchem vielleicht noch im Ohr. Dieses Jahr* hat sie mit "Verlass die Stadt" nun nachgelegt. Ein Anlass auf beide Alben und ihre einzigartige Musik einen Blick zu werfen.
Vor zwei Jahren stieß ich auf ein Artikel über Gustav und ihr Debüt-Album Rettet die Wale. Der Titel kam mir etwas hippiesk vor, doch das ist das subtile an ihrer Musik und vor allem den Texten. Im gleichnamige Song heißt es "Rettet die Wale und stürzt das System". Getragen werden Zeilen wie diese oder "Lasst den Kindern ihre Meinung oder treibt sie früher ab" von einem zuckersüßen Gesang, was ihr auch schonmal die Beschreibung "Elektro-Chansons" einbrachte – durchaus positiv zu verstehen.
Wenn Du träumst, träumst Du Dich als widerständiges Subjekt.
Hälst du die Art der Fragestellung für zu unkonkret?
Ist das Versuch und Irrtum?
Ist das der Schlag?
Oder ist das schon die Wirkung?
"Soldatin oder Veteran" aus "Verlass die Stadt"
Gustav ist die Band, das Musik-Projekt, Künstlername von Eva Janitsch. Aufgewachsen ist sie in Linz und wohnt seit einer guten Dekade in Wien. Der Legende nach produzierte sie ihr bereits erwähntes erstes Album auf einem geliehenen Laptop (laut Wikipedia bis auf den Gesang). Ihre Musik ist mal Chanson, mal rockig und hin und wieder auch eine fast epische Sound-Collage. Das ganze gewürzt mit einem guten Schuß elektronischer Musik. Ich lehne mich aber soweit aus dem Fenster hinaus und behaupte, dass die Kompositionen auch jenen Naturen zusagen, welche sonst mit Musik aus dem PC nicht viel Anfangen können. Das sie mit ihrer Live-Band auch ordentlich einheizen kann, dazu komme ich später noch. Daneben arbeitete Sie sowohl mit dem Volxtheater als auch für die Wiener Festwochen. Mit Verena Brückner tritt sie auch als "Agenda Lobkov" mit "music for the working women" auf.
In Linz gibt es viel Polizei
Und trotzdem bin ich allein
"Linzserenade" aus "Rettet die Wale"
Was mich an Gustav vor allem begeistert sind ihre Texte. Es sind lyrische Leckereien, Wortspiele, Jonglieren mit der Sprache ohne inhaltsleer zu sein. Und sie schafft die Gradwanderung, die Texte weder plump noch Aussagelos stehen zu lassen. Manche sind morbide oder klingen zynisch, aber Gustavs melancholische Art löst bei mir keine Lähmung aus, sondern hat was kraftvolles, motivierendes. Sie singt keine Parolen und ihre Lieder bieten etliche Ansatzpunkte zwischen den Zeilen den Subtext zu erfassen. Teilweise ergibt sich die Ironie und Textwitz im Zusammenspiel mit der total kontrastierenden Musik, etwa wie bei "Rettet die Wale" oder "Alles renkt sich wieder ein". Während sie von Tod und Schwefel singt möchte mensch in den Schlaf schunkeln. Nicht zuletzt ist der Alles-oder-nichts Ansatz sympathisch. Sie mahnt nicht paar Ungerechtigkeiten hier und dort an, sondern lässt durchblicken, dass so einiges im Argen liegt.
Herr Filialleiter
Ach bitte sagen sie mir
Wie lange noch verträgt man hier
Die Ideale zum Schafott
Es herrscht Sommerschlussverkauf
Im Selbstbedienungsladen 'Dank sei Gott'
"da, am monop0l" aus "Rettet die Wale"
Zum ersten mal sah ich Gustav live als Vorband von Die Sterne in Düsseldorf im Zakk. Obwohl auch die Sterne mir zusagen, war ich doch vor allem wegen Gustav dort. Ein Teil der Sterne-Fans liess sich auf Gustav erst gar nicht ein und war Bier-schlürfend lautstark in Gespräche verwickelt. Gustav selbst war hinter ihrem Laptop und etlicher Technik versteckt, welche auf einem abenteuerlich wackelnden Tisch stand. Es war toll sie live zu sehen, aber die Bedingungen waren sicherlich nicht die Besten. In diesem Sommer konnte ich Gustav nochmals live sehen, ebenfalls im Zakk. Diesmal allein im kleineren Nebenraum mit eigener Band (Elise Mori und Oliver Stotz). Sie stand wie eine Diva am Mikrofon und schmetterte regelrecht ihre Songs dem Puplikum entgegen, welches vergnügt tanzte. Es fällt schwer Musik oder die Atmosphäre eines Live-Konzertes zu beschreiben. Aber seitdem umschreibe ich ihre Musik mit Elektro-Soul (was wie beim Chanson leider viele nicht positiv verknüpfen) und luge alle paar Wochen auf ihre Website, dass mir ja kein Konzert in der Nähe entgeht (nicht schwierig, da sie diese schöne Provinz nicht mehr besucht hat).
Mach aus den Städten Schutt und Asche.
Ich will nie wieder Sonnenschein.
Ein Menschenleben weg genügt nicht,
Es müssen Gottes Leben sein.
"Alles renkt sich wieder ein" aus "Verlass die Stadt"
Veröffentlichungen
- Verlass die Stadt, 2008, Chicks on Speed Records
- Rettet die Wale, 2004, MOSZ
Links
Anmerkung:
* Eigentlich sollte der Text letztes Jahr in den "Barrikade News" erscheinen. Deren Herausgabe verzögert sich derzeit leider.
Sun, 11 Jan 2009
Neues Spielzeug 2009
Ich bade ja gerade im Post-Weihnachten-Konsum-Bad. Und damit meine ich nicht nur das "intelligente Universal-Batterieladegerät" mit Ladeschlusserkennung nach "Minus Delta U" vom nördlichen Albrecht-Bruder, dem sogar Mira zu Füssen liegt.
Nein, die Versand- und Einzelhändler meines Vertrauens haben noch mehr spannende Waren in Ihren Regalen. Und in diesen schwierigen Zeiten muss mensch ja die heimische wie globale Wirtschaft unterstützen...
Bluetooth-Tastatur
Zunächst sei da eine Erweiterung zum Nokia N810 Internet Tablet erwähnt. Letzteres lässt jeden Netbook-Furz angesichts 8-10 Stunden realer Nutzzeit und einwöchigem Online-Standby (also angemeldet im WLAN, Jabber-Nachrichten und E-Mails empfangend) recht alt aussehen und das bei akzeptablen Performance-Verlust. Auch die Offenheit des auf Debian basierendem Maemo (Linux) ist etwas wovon iPhone-Jünger nur träumen können, auch wenn Nokia hier noch etwas konsequenter sein könnte. Aber nicht nur der Speicher ist klein, auch die Tastatur, und da kann sie noch so elegant unter dem Touchscreen heraus rutschten. Von eben jenem fragwürdigen iPhone-Produzenten ist nun ein Bluetooth Keyboard im Einsatz. Das Pairing war zwar etwas hakelig und die Jungfernfahrt in der Uni eine peinliche Aktion, da N810 und Tastatur sich weigerten miteinander zu kommunizieren, aber nun läuft es wieder. Lustiges Detail: Die Tastatur ist fast genau viermal so gross wie das "Muttergerät".
Als Anregung zur Einrichtung verwendete ich die Anleitungen von Sean Luke und Martin Schütte. Leider wählt das Nokia bei einer Neuverbindung statt des deutschen Tastatur-Layouts nicht selten die englische Standard-Belegung. Auch konnte ich bisher die cmd-Taste (Windows-Taste am PC, früher Apfel-Taste) nicht überreden als Alt-Taste zu agieren. Hier erstmal mein Keyboard-Layout. Verbesserungs-Vorschläge und Tipps sind natürlich willkommen. Was auch nervt ist eine Automatik bei der Eingabe, die selbst beim Einsatz der Bildschirm-Tastatur einem zeitweise auf den Senkel geht: Nach jedem Punkt wird der erste Buchstabe gross geschrieben. Das weckt unliebsame Erinnerungen an ein Büro-Paket des geliebten Software-Giganten aus Redmond. Aber da liess sie sich abschalten, unter Maemo leider nicht.
Fazit: Mit der Bluetooth Tastatur lassen sich im Zug oder in der Uni längere Texte schnell und bequem eintippen. Aber die Einbindung und der Einsatz könnten noch an einigen Stellen verbessert werden.
USB-Bluetooth-Empfänger
Beim abendlichen Einkauf im Supermarkt entdeckte ich passenderweise ein Bluetooth-USB-Dongle von MSI. Der sogenannte BlueToes (Blauer Zeh) ragt nur wenige Millimeter aus dem USB-Port raus und rüstet den Desktop-Rechner nachträglich und kostengünstig (ca. 8 Euro) mit der Funkttechnik aus. Das Gerät wird von Ubuntu sofort erkannt und findet auch das N810 und das Mobiltelefon. Mit letzterem lassen sich die Daten durch Wammu sogar besser auslesen als über USB. Da ja stabile Systeme nur was für Weicheier sind, habe ich den Bluetooth-Stack durch der aus dem BlueMan-PPA ersetzt, um eben diesen Alternativen Bluetooth-Manager verwenden zu können. Mit diesem konnte ich das W810i dann als Bluetooth-Modem einrichten und via GPRS online gehen. Sehr wichtiger Use-Case für einen Desktop-Rechner, dafür tauscht mensch doch gerne wichtige Systemkomponenten aus.
Outdoor GPS-Empfänger
Was in dieser Auflistung unverzichtbarer Konsumgüter noch fehlt ist das Garmin eTrex H. Es handelt sich dabei um ein GPS-Empfänger der Einsteiger-Klasse und ist mit knapp 80 Euro recht günstig. Es unterstützt weder Land- noch Speicherkarten und ist lediglich mit einem Monochrom-Display und einfachen GPS-Funktionen ausgestattet (Anzeige von Orts-, Zeit- und Bewegungsdaten, Wegaufzeichnung, Wegaufzeichnungen folgen, Navigation zu Wegpunkt über Luftlinie). Diese scheinbaren "Schwächen" sehe ich als Stärken. Das Display verbraucht wenig Strom, es lassen sich herkömmliche AA-Batterien oder Akkus (Gameboy-Größe) verwenden und die 17 Stunden Laufzeit reichen. Auf den kleinen Displays finde ich Karten unübersichtlich und nicht nutzbar und die (Outdoor-)Geräte sind gleich um ein Vielfaches teurer.
Empfang im fahrendem RE6 zwischen Bielefeld und Hamm.
Interessant ist aber der "Hochempfindliche GPS Empfänger". Das klang für mich erstmal wie schlechtes Marketing-Neusprech, aber der Empfang ist im Vergleich zum älterem eTrex (ohne H) und auch teureren Modellen wie dem eTrex Legend deutlich besser. Die Position ist schnell gefunden, selbst unter widrigen Umständen. Die Position wird auch im Gebäude oder im Zug angezeigt bei einer Genauigkeit von immerhin 10-20m, teilweise noch besser. Ich denke daraus lässt sich schliessen, dass der Empfang auch im Wald oder in (Strassen-)Schluchten ebenfalls besser ist. Sobald der Schnee abgetaut ist muss natürlich auch die dazugehörige Fahrrad-Halterung getestet werden. Nettes Detail an der Software ist auch eine neue Seite, die einem sechs frei wählbare Werte (Uhrzeit, Geschwindigkeit, KM, etc.) anzeigt. Dieses sollte aber durch ein Firmware-Update auch bei älteren eTrex nutzbar sein. Unverständlich ist nur der serielle Port (RS-232), welcher auch noch nur über eine proprietäre Buchse verwendet werden kann. Das "originale" kostet mal eben über 20 Euro. Daher sei diese gute Selbstbau-Anleitung empfohlen. Adapter von RS-232 auf USB gibt es für ca. 10 Euro und die meisten verrichten auch unter Linux anstandslos ihren Dienst.
Schon mal bei den

prometoys@jwchat.org
Saturn