Sat, 26 Jul 2008
Hab Euch noch lieb!
Vermehrt erreichen mich verzweifelte Anrufe, ob es mir gut geht, ich sauer sei oder sonst was nicht stimmt. Denn warum sollte ich sonst die ganzen Jabber-Nachrichten unbeantwortet lassen?
Der Grund des Übels liegt in meinem Spieltrieb. In der Post-GUADEC Euphorie habe ich meinen Jabber-Client gewechselt. Statt dem nun weitestgehenden brauchbaren Gossip verwendete ich dessen auf dem Kommunikations-Framework Telepathy basierenden Fork Empathy. Daher sind wohl eine mir unbekannte Menge an Nachrichten bei mir nicht angekommen. Ob wirklich Telepathy/Empathy schuld sind, oder nur mein Jabber-Server, weiß ich nicht. Schreibt mir doch bitte eine E-Mail, wenn Ihr Euch von mir kommunikativ vernachlässigt fühlt. Bitte gibt an, von welcher Jabber-ID Ihr an welche meiner Jabber-IDs geschrieben habt.
Alternativ könnt Ihr auch meinen öffentlichen Jabber-Account prometoys@jwchat.org eintragen und anschreiben.
Sat, 19 Jul 2008
Maemo SDK läuft
Was ist denn nun das richtige Wiki für Maemo? Angeblich das, aber das SDK Tutorial ist woanders...
Sat, 19 Jan 2008
Wird es bald ICQ via Jabber/XMPP geben?
DIe Gossip-Mailingliste ist doch nicht tot. Gestern plumpste eine Mail rein, die mich zu folgendem Blog-Eintrag führte:
Florian Jensen’s Weblog: AOL adopting XMPP aka Jabber
Noch ist alles unstabil und ein Test, aber wird AOL mit ICQ und AIM sich Jabber öffnen? Bringt MSN die Mutter der Instant-Messanger so in Bedrängnis?
Leider ist der Server ist derzeit nicht erreichbar. Ich konnte nichtmal mit Telnet ein Hallo vom Server erhaschen, geschweige denn mich anmelden.
Und wer es ganz authentisch will:
Mon, 28 May 2007
GeruchsProbenGegenwehr
Nach dem mich gesus die letzten Monate ununterbrochen genötigt hat und ich mir hier und dort die Blöße geben musste kein PGP/GnuPG zu benutzen, habe ich mich dem Druck gebeugt. Nun habe ich wieder einen eigenen, gültigen Schlüssel und jetzt könnt ihr mir wieder unbesorgt Eure Plätzchenrezepte schicken, ohne dass die Schnüffler mit ihren Geruchsproben Ihrer habhaft werden können. Fingerprint findet sich auf meiner umfangreichen Homepage ganz, ganz unten.
Mon, 05 Mar 2007
Kommandozeilen-Tango: Netcat fordert Tar zum Tanz auf
Ich bin ja auch ein Freund von Klickibunti-Software, aber die guten, alten
Kommandozeilen-Tools sind auch nicht zu verachten. Am Wochenende stand ich vor
dem Problem ca. 20 GB von einem Laptop zum nächsten zu befördern. Erst
versuchte ich es mittels SMB. Auf der einen Seite der Leitung ein Mac OS X, auf
der anderen ein Ubuntu Edgy mt GNOME, welche direkt miteinander verbunden
waren. Die Transferrate betrug dabei jämmerliche 2,5 MB/s. Mir dauerte das aber
deutlich zu lang. Glücklicherweise hatte ich mal von einem Freund das kleine,
schicke Tool "netcat" gezeigt bekommen. Im folgenden möchte ich eine
kleine, möglichst verständliche Anleitung geben, ohne wirklich alle
Möglichkeiten von netcat aufzuzeigen. Der Text richtet sich an Interessierte,
die keine (prinzipielle) Scheu vor der Kommandozeile haben, aber auch keine
Geeks sind, also Leute wie Du und ich.
Netcat, oder kurz "nc", ist das Schweizer Taschenmesser für TCP/IP und sollte jedem halbwegs brauchbaren Unix (also auch Mac OS X und GNU/Linux) beiliegen. Es liest Daten aus der Standard-Eingabe (siehe dazu Wikipedia) und schickt sie an einen angegebenen Port auf einem angegebenen Netzwerk-Rechner.
mein.computer.org $ netcat irgendein.computer.net 1234 -q 1 <
eine_datei.txt
- netcat
-
Klar, das Programm selber. Ich schreibe hier
netcataus, auf manchen System ist es aber nur alsnczu finden. - irgendein.computer.net
- Der Hostname des Computers. Mensch kann auch die IP verwenden.
- 1234
- Der Port des Rechners. Dieser ist frei wählbar, darf aber nicht anderweitig belegt sein. Für Ports unter 1024 braucht mensch aber root-Rechte.
- -q 1
-
Die Option
-qveranlasst netcat sich nach einem End-of-File sich zu Beenden. Dabei muss dieser Option ein Wert mitgegeben werden, nach wie viel Sekunden dies der Fall sein soll. In diesem Beispiel nach einer Sekunde. - <
-
Besagt, dass die nachfolgende Datei in die Standard-Eingabe
geleitet wird. Ich finde zwar
"cat eine_datei.txt | netcat..."intuitiver und bildlicher, aber bevor ich von Johl wegen einem useless use of cat gebasht werde ..., hihi. - eine_datei.txt
- ... ist eine beliebige Datei. Dabei ist es egal, um was für Art von Datei es sich handelt.
Das war aber nur die halbe Miete. Auf der anderen Seite muss auch noch jemand diesen Datensstrom annehmen. Es muss sich dabei nicht zwangsläufig um netcat handeln, aber es ist das Naheliegende.
irgendein.computer.net $ netcat -l -p 1234 > eine_datei.txt
- -l
- Anstatt Daten zu senden lauscht es auf eingehende Verbindungen.
- -p 1234
- Hiermit geben wir an, dass netcat auf Port 1234 lauschen soll. Es muss natürlich der gleiche sein, wie jener der bei der ausgehenden Verbindung benutzt wird. Ports sind so wie Kanäle. Wenn ihr auf dem Funkgerät auf Kanal 1 spricht und die Gegenseite auf Kanal 2 lauscht wird das nix mit der Kommunikation.
- > eine_datei.txt
-
Damit leitet mensch die Standard-Ausgabe in eine Datei um. Also
alles was bei netcat hinten rauskommt, wird in die Datei
"eine_datei.txt"geschrieben. Der Dateiname kann völlig frei gewählt werden. Es hätte auch hier"irgendwas.txt"stehen können.
Die Empfänger-Seite muss übrigens als erstes gestartet werden. Sonst bekommt ihr den Fehler "Connection refused". Ich fand es aber verständlicher, erst das Senden und dann das Empfangen zu erklären.
Netcat kopiert also Daten über das Netzwerk. Dabei ist es sehr schnell, aber auch sehr minimalistisch. Eigentlich kopiert es nur Datenströme. Die Daten an Netcat zu verfüttern und auf der anderen Seite wieder auseinander zu sortieren und in Dateien zu speichern ist Euer Job.
Das oben genannte Beispiel ist für das Kopieren einer einzelnen Datei schon ganz brauchbar. Wie sieht es nun mit ganzen Verzeichnissen aus? Dazu nutzen wir den guten, alten Klassiker "tar". Es kommt noch aus Zeiten der Bandlaufwerke und steht für "tape archiver (Bandarchivierer)". Wir nutzen tar um ein Verzeichnis zu packen, also in eine einzelne handliche Datei zu schreiben. Aber wir schreiben die Datei nicht auf die Festplatte, sondern gleich in die Standard-Ausgabe, wo netcat schon drauf wartet.
mein.computer.org $ tar c Meine_Dateien/ | netcat
irgendein.computer.net 1234 -q 1
Das unscheinbare c steht für create. Auf der anderen Seite nehmen wir
das Päckchen mit netcat an und reichen sie an tar weiter. Tar entpackt die
Dateien umgehend.
irgendein.computer.net $ netcat -l -p 1234 | tar xv
Hier steht x für extract und v für verbose. Letztere
steht für ausführlichere Ausgaben, was tar eigentlich macht. So seht ihr, wie
die Dateien entpackt werden. Das macht aber den ganzen Geschwindigkeitsvorteil
zugrunde, daher begnügt Euch mit "... | tar x".
Noch ein letztes Wort zu netcats Minimalismus. Da es so schlicht ist, kennt es selbstverstädlich auch keine Verschlüßelung oder ähnlichen schnickschnack. Daher solltet ihr es auch nur in sicheren, also eigenen Netzen mit ausschließlich vertrauenswürdigen TeilnehmerInnen benutzen, oder für Daten die sowieso öffentlich sind (etwa Filme, Musik usw.).
Und wer mal wissen will, wie schnell Netcat ist, hier einige Vergleichswerte:
| 100MB Zip | 52MB Ogg, m3u | 69MB /usr/share/doc | |
|---|---|---|---|
| netcat | 22s | 19s | 44s |
| scp | 48s | 36s / 32s* | 1m11s / 40s** |
| rsync | 50s | 32s | 2m9s |
| http | 22s | - | - |
* mit Kompression (scp -C)
** mit Hilfe von tar

prometoys@jwchat.org
Saturn