Schon mal bei den Solderin' Skaters vorbeigeschaut?
Wed, 05 Jul 2006
Plumpe Deutschland-Phobie?
Auf Grund einiger zweifelnder Blicke befürchte ich ein wenig missverstanden worden zu sein. Daher noch ein paar weiterführende Gedanken.
Zuallererst leugne ich mein kleines Spießertum nicht. Mich nerven hupende Auto-Korsos und gröllende, betrunkene Fans. Die formale Meinungsfreiheit gestattet es mir darüber zu meckern, (fast) wie es mir beliebt. Offensichtlich sind meine Äußerungen folgenlos und daher bitte ich in diesem Punkt mit mir etwas Nachsichtig zu sein, auch wenn meine egoistische Häme als gemein erscheinen mag.
Was mich aber an der WM stört ist mehr. Zum einen wird, mehr oder weniger schleichend, ein neuer Nationalismus eingeführt. Wir Deutschen machen eine tolle WM. "Wir" werden Weltmeister (oder auch nicht). Aber ist die Welt wirklich zu Gast bei Freunden? Es sind Freunde, welche den 20jährigen Züheyir Eke kurz vor der WM in Essen verhafteten, um ihn nochmals in die Türkei abzuschieben. Züheyir kann kein türkisch und hat 18 Jahre in Deutschland gelebt. Ein freundliches Deutschland, welches bei rassistischen Überfällen immer noch die Taten relativiert. Ein moderner Staat, welcher sich weigert verurteilte SS-Kriegsverbrecher nach Italien auszuliefern oder ihnen hierzulande den Prozess zu machen. Ich könnte so weitermachen. Sind denn nun kollektive Vorwürfe an die Deutschland-Fans berechtigt? Ich denke schon. Wer sich am "nationalem" Sieg (oder auch der Niederlage) labt und auf das Konstrukt einer Nation setzt, muss auch die Verantwortung für Handlungen dieses Konstruktes (in einem gewissen Sinne) tragen. Wer a sagt muss auch b sagen. Damit will ich aber nicht all jene, die sich als "Deutsche" begreifen Nationalismus, Rassismus und einen undifferenzierten Umgang mit der NS-Zeit vorwerfen, sondern die Tragweite ihrer Identifikations-Entscheidung deutlich machen. Warum sollte ich mich der Gruppe der "Deutschen" oder "Iraner" zugehörig fühlen. Was verbindet mich mit diesen Menschen. Lieber definiere und identifiziere ich mich über gemeinsame Erfahrungen, Ideen, Meinungen, aber auch einem kulturellen Hintergrund. Letzteres muss (und sollte) nicht an Sprache und Geographie gebunden sein. Warum sollte ich mir meine Peer-Group per Geburt oder Wohnort aufzwängen lassen? Das heißt aber nicht, das ich meine Herkunft verleugne oder nicht halbwegs weiß in welchem Kontext ich lebe. Es ist nur eben nicht an eine Nation gekoppelt.
Ein weiteren Aspekt, den ich auf Grund der Komplexität und bereits fortgeschrittenen Länge dieses Textes nicht weiter ausführen möchte, betrifft die soziale Funktion von der Weltmeisterschaft. Abgesehen davon, dass sie ein enorme Summe Geld kostet, damit andere Leute wiederum eine unheimliche Summe Geld verdienen können bietet sie einen sehr praktischen Katalysator. Für wenige Wochen vergessen "wir" unsere Sorgen und hoffen, feiern und trauern über ein eigentlich nebensächliches Ereignis. Zukunft, Situation, Ausbeutung, Ängste, Nöte, all das rückt in den Hintergrund, weil die WM wichtiger ist (und ich nehme mich davon nicht aus). Sicherlich ist die WM nicht das einzige Ereignis welche diese Funktion erfüllt. Sicherlich lässt sich der Vorwurf auch gegenüber Fernsehen, Büchern und Musik formulieren und solche Ventile sind auch bitter nötig. Nur halte ich es langfristig nicht für positiv, wenn Menschen sich mit solchen, meiner Meinung nicht ganz zufällig organisierten, Ereignissen (WM, Olympia, Königshochzeit, EXPO, ...) ablenken, statt anstehende Probleme in die Hand zu nehmen. Außerdem unterscheide ich nochmal ein selbst gestaltetes Ereignis von diesem Top-Bottom-Event, wo die Einzelnen als Zahnrädchen in einer riesigen Konsum-Maschinerie angesehen werden. Und das ganze unter einem Anstrich von Völkerverständigung und sportlichen Ehrgeiz. Es gibt ja diesen alten Spruch, auf den ich in meinem letzen Blogeintrag anspielen wollte. Anscheinend wird heutzutage Versucht die Masse ausschließlich mit den "Spielen" bei Laune zu halten.
Abschließend möchte ich nochmal betonen, dass ich jeder Person, welche während und durch die WM eine schöne Zeit hatte, gefiebert, getrauert, neue Menschen aus vielleicht ganz entfernten Gegenden kennengelernt hat, diese Erlebnisse nicht vergrätzen möchte. Ich habe auch kein Problem damit, wenn jemand zu Deutschland oder wem auch immer hält (auch ich hatte meine Lieblinge). Und ich bezweifle nicht, das auch unter so denkbar fragwürdigen Bedingungen wie der WM Austausch und Verständigung funktionieren kann. Doch kann mir niemand meine eigenen Überlegungen versagen und ich möchte eher auf allgemeine Zusammenhänge hinweisen statt dieses konkrete Ereignis zu beflegeln. Dafür ist mir die WM an sich eben doch zu unwichtig.
Sun, 29 Jan 2006
Widerstand™
Letzten Donnerstag hatte ich das erste Mal die Gelegenheit arte Tracks live im Fernsehen zu schauen. Der erste Beitrag war auch schon ganz spannend. Es ging um das Verbot von Kapuzen-Pullies in einem Londoner Einkaufszentrum. Weil irgendwelche "Gangs" für Ärger in diesen Konsumtempeln sorgten, ist nun das tragen von "Hoodies", also Kapuzen-Pullis dort verboten. Rückendeckung gibt es scheinbar sogar vom Premierminister und dieses Verbot weitet sich in Südengland scheinbar gar aus.
Eine Hoffnung gegen diesen Trend kommt laut diesem Bericht aus der englischen Grime-Szene. Da der Hoodie scheinbar in ihrer Szene-Mode zu den beliebteren Kleidungsstücken gehört, schrillen bei ihnen zu recht die Alarmglocken. Lady Sovereign hat eine Kampagne gestartet, um den Hoodie zu retten und auch gleich eine Single dem Thema gewidmet. So weit, so gut. Was ich nur befremdlich fand, war das das "™" hinter dem Logo der Kampagne. Aber richtig interessant wird es erst auf der Full-Flash-Website (dessen Layout diesen Overkill aber entschuldigt): Dort finden sich dann Hinweise zur Single (Kaufen nicht vergessen), ein billiger Pac-Man Abklatsch im "Lady Sov. vs Kaufhaus-Securities"-Design, sowie eine witzige Historie des Hoodie und einer Unterschriftenliste.
Habe Unterschriftenliste gesagt. Nein, natürlich kann mensch sich da lediglich in einem Newsletter eintragen, um von den kämpferischen Genossen von Universal-Music mit neusten Information von weiteren "revolutionären" KünstlerInnen und anderen "Kampagnen" in Form von käuflichen Silberlingen mit musikalischem Inhalt zu erhalten. Dazu bedarf es nämlich lediglich des Eintrages der eigenen Mail-Adresse und wenn mensch schonmal da ist, auch noch die von bis zu fünf Freunden, damit auch Sie zu diesem Thema aufgeklärt werden. Angeblich gibt es nach der Registrierung weitere Infos zur Petition, aber das war mir dann zu gruselig um es auszuprobieren.
Das ganze erinnerte mich doch sehr an Christoph Spehr's Aussage in "Die Aliens sind unter uns", dass die Herschafft im demokratischen Zeitalter die Kritik an sich selbst selber inszeniert. Einziges interaktives Element der Seite ist eine Hoodie-Galerie, zu der sich die eigenen Hoodie-Soli-Bilder hochladen lassen. Ansonsten heisst es kaufen, stylisch sein und ein bissl Pac Man spielen. Zu Lady Sovereigns Ehrenrettung möchte ich aber noch sagen, dass die Musik mir dafür umso mehr gefällt und auch die Lyrics zu "Hoodie" sich sehen lassen.
Tue, 13 Dec 2005
Was, wenn wir nicht "Deutsche" wären?
Aus den nie veröffentlichten Reisetagebüchern von evil-nn2 und prometoys:
In Ljutomer teilten wir uns in zwei Erkundungstrupps auf. Während die einen strategische Informationen (Der Versuch mit dem gerade teuer erstandenen Deutsch-Slowenisch Wörterbuch den "Lonely-Planet Slovenia" zu bestellen scheiterte am Vertriebsnetz des lokalen Buchladens.) und Standortdaten der Touri-Info entlockten, spähten die anderen die sanitären Einrichtungen des Busbahnhofes aus.
Nach einem gemütlichen Fussmarsch erreichten wir den Ferienbauernhof von Frank. Nick hatte vorher bereits telefonisch erfragt ob wir auf seinem Hof zelten können. Nach Franks Angaben seien noch Zimmer frei, es sei noch nie vorgekommen, dass jemand zelten wollte, wir sollten einfach mal vorbeikommen.
Dieser Vorschlag führte uns zu einem Bilderbuch-Schauspiel, welches stereotypischer kaum hätte sein können. Für all diejenigen unter Euch, die sich eine Scheibe "Alltagsrassismus" abschneiden wollen, kommen hier die wichtigsten Punkte die Ihr beachten müsst:
- Einordnen: Dem Äusseren nach erkannte er vermutlich wer in unserer Gruppe nicht dem europäischen Durchschnitt glich und bereitete einen entsprechenden Empfang vor.
- Mit Lügen vom Leib halten: Entgegen seiner Auskunft am Telefon waren alle Zimmer ausgebucht und mangels Platz auf den mehreren Hektargrossen Wiesen und täglich strömenden Regen sei Zelten ausgeschlossen. Damit versuchte er uns abzuwimmeln. Nick erkundigte sich nach den Zusagen aus dem Telefongespräch.
- Zurückrudern: Er wich mit der Frage nach der Herkunft aus. (Nicks spontane Antwort:"Bielefeld.") Nachdem er uns als "Deutsche" identifiziert hatte, holte er Verstärkung (seine Frau?) aus dem Haus um eine Spontan-Passkontrolle durchzuführen. (Frank:"Ach aus Deutschland, das ist natürlich etwas ganz anderes". Nick, sich lächelnd zu uns umdrehend und zwischen den Zähnen zuflüsternd: "Wollen wir vielleicht sein Haus anzünden? So ein ... bisschen?" ;))
- Entschuldigungen und Vorwürfe: Da "die Dame und der Herr" seiner Ansicht nach nicht deutsch aussehen sollten wir seine Fehlannahme entschuldigen.
Kurzes Nachhaken was denn gewesen wäre, wenn wir keine "Deutschen" seien beantwortete er mit der Ansage, dass er uns dann nicht aufnehmen würde, es käme ja "alles Mögliche hier durch", aus dem Iran, Irak und sonst woher. Wir machten auf dem Absatz kehrt.
Es gibt zwei Möglichkeiten sich zu Verhalten: Es ignorieren und sich auf die Dusche freuen oder sofort die Situation zu klären.
Sein Gemurmel erweckte ein ungutes Gefühl, aber offener Rassismus war zunächst nicht erkennbar. Wir hätten ihn "brabbeln lassen können" und mit Bauchschmerzen eingecheckt. Das hätte ein zurückweichen bzw. aufgeben gegenüber dem Rassismus bedeutet. Möglicherweise wären seine rassistischen Sprüche immer unverhohlener zum Vorschein gekommen.
Wenn einem das Gefühl beschleicht, es sind rassistische Ressentiments vorhanden, sollte mensch so früh wie möglich nachhaken und die Lage klären. War es ein Missverständniss, ist es "nur" ein aufgeschnappter Spruch, wo von der Falschheit der Aussage überzeugt werden muss oder steht ein waschechter Rassist gegenüber. Unser "Position beziehen" hat seine Einstellung sicherlich nicht geändert, aber demonstrierte das seine Haltung intolerabel ist. Wir meinen, dass Rassismus , selbst dummen Alltagsrassismus kein Raum gegeben werden darf und mit geeigneten Mitteln dagegen angetreten werden muss. In diesem Fall haben wir ihm unsere Aufmerksamkeit entzogen. Er hätte nichts erklären oder entschuldigen können und es gab nichts zu diskutieren.
Eine Gemeinschaftsproduktion von dreck Inc. und prometoys Network
Thu, 18 Aug 2005
Genderterror meets Ladyfest
War das eine coole Party. Jaja, Eigenlob stinkt, aber so "eigen" war es ja gar nicht. Wie kam es zu dieser Aktion eigentlich?
Ein paar Frauen von und um Störenfrieda, einer lokalen All-Girl-Punk-Band, sprachen Svenja an, ob wir nicht Lust hätten, ein Soli-Veranstaltung für das Ladyfest Bielefeld zu machen. Gleich dachte ich an, auf dem Flyer das Ladyfest kurz zu erwähnen und etwas Geld dorthin zu spenden, so wie wir es bisher auch ganz lieblos bei Soli-Anfragen gemacht haben. Damit lag ich aber komplett falsch.
Chill-Out-Zone und Teil der Ausstellung
Ladyfest, was ist das eigentlich? Ein unkommerzielles, feministisches DIY-Spektakel. Daher hatten die "Ladies", welche eigentlich riesig Lust haben, ein "eigenes" Ladyfest hier zu veranstalten, auch vor, eine Veranstaltung zu organisieren, wo viele Menschen, vor allem Frauen, selber was auf die Beine stellen können.
So bahnte sich ein "Event" an, mit Ausstellungen, Vortrag (Frauen in der Hardcore- und Punk-Szene), Bücher-, Zine- und Plattentischen, Konzerten und Crossdressing-Room (exchange your gender easily), sowie leckeren Getränken und anderen veganen Köstlichkeiten. Von Seiten der Genderterror kam die Idee mit einer zweiten Tanzfläche. Mehrmalige Treffen, Planen, Bands anschreiben und Interessierte ansprechen mündeten in einer Woche Aufbau und "woosh", da war sie, groß und pink, die genderterror-ladyfestsoli.
Da ich mich viel um die "unsichtbaren" Teile der Veranstaltung kümmerte, war ich total überrascht, als sich das AZ (was wir fast gänzlich in Anspruch genommen hatten) mit dem ganzen "Content" füllte. Hier standen Tische mit Leckereien, dort wurden Platten und Bücher ausgelegt, an fast jeder freien Stelle wurden Fotografien und Bilder aufgehängt. Die Bands lagerten ihr Equipment und die "kinky klon kingz" besprachen sich in der Werkstatt. Die Scheinwerfer beleuchteten die Diskokugel und die DJ/anes bauten ihre Platten auf.
Zudem war es ein cooles Erlebnis zu sehen, wie sich das AZ binnen einer Woche nach unseren Wünschen verwandelte. Während die letzten Feinheiten am Licht eingestellt wurden, füllten sich die Räume langsam mit Leuten und ich konnte selbst so außergewöhnlichen Gästen wie Keylime und Iris nicht mehr als einen Moment Aufmerksamkeit schenken. Das einzige, was ich neben einer veganen Leckerei genießen konnte, war Stockholm und als so alles erledigt war, schlief ich auf dem Elektro-Floor auf einer Couch ein.
Was mich an dieser Veranstaltung wirklich begeisterte, war zu sehen, wieviele Leute mithalten und organisierten, Ideen einbrachten und beim Abbau dabei waren. Durch das AZ zu laufen und so unterschiedliche Leute werkeln zu sehen oder trotz der Größe eine absolut relaxte Veranstaltung zu haben, ist schon erfreuend. Positiv war auch das Feedback, auch wenn für manche Tanzwütige, die Konzerte sich zu lange hinzogen.
Ich muß auch gestehen, dass ich von dem Abend "high" war (natürlich ohne Zuhilfenahme externen Substanzen) und am Samstag trotz wenig Schlaf kaum zur Ruhe kam.
Svenja hat bei Flickr ein paar Bilder online gestellt. Bei soviel Spaß kann mensch nur auf ein Ladyfest Mülheim hoffen. Großen Dank vor allem an die "Ladies", aber auch allen anderen fleißigen HelferInnen.
An dieser Stelle nochmal Sorry an Stockholm für die vergessene Monitor-Box und an Sil aka "DJ Monster Truck" für die unbarmherzige Technik.
Thu, 16 Jun 2005
Plan B bleibt!
Heute kam die Nachricht, dass sich die SPD gegen eine gewaltsame Räumung ausgesprochen hat. Da die SPD die stärkste Fraktion ist, hat diese Entscheidung auch Gewicht. Es soll nun ein Ausweichgelände angeboten werden. Die BewohnerInnen werden sich nun die Angebote anschauen und dann über einen Umzug entscheiden.
Kaum einer hätte hier mit einem "gutem" Ausgang gerechnet. Die Intention bei den meisten war es, sich aus Prinzip gegen die Räumung in den Weg zu stellen und es Stadt und Polizei so schwierig wie möglich zu machen. Nach dem Barrikadenbau, den Demonstrationen und der schlichten Anwesenheit um sich einer möglichen Räumung in den Weg zu stellen kam zum Wochenende der konstruktive Schwung in die Sache. Ein Camp wurde errichtet, ein Konzert, als auch kleine Parties fanden statt und die Aktionen wurden bunter (Feuershow, Demo mit Pink'n'Silver, Wohnzimmer vor dem Rathaus eingerichtet). Die große Solidarität und das schnelle, eigenständige und höchst unterschiedliche Einbringen zum Erhalt des Wagenplatzes motivierten unheimlich weiterzumachen.
Wenn durch unser konsquentes Handeln nun solch ein positives Ziel, der Erhalt des Projektes, tatsächlich erreicht wird, dann ist das umso erfreulicher. Aber zunächst sollten noch die Verhandlungen abgewartet werden.
Diese Aktion zeigt auch mal wieder, dass viele kleine Proteste und ein scheinbar sinnloses Widerstand leisten ab einer entsprechenden Menge tatsächlich zum Erflog führen können. Interessant ist auch, dass die SPD offen zugab, aus Angst vor Krawallen und einer gewalttätigen Auseinandersetzung sich gegen eine polizeilich durchgesetzte Räumung auszusprechen. Ein rein friedlicher Protest stört ja niemanden, geschweige denn das er etwas bewirkt.
Zur Information: Der Protest war friedlich, aber auf der Pressekonferenz am Mittwoch hatte Plan B klar gemacht, nicht freiwillig zu gehen und "so vie Gewalt wie nötig, so wenig wie möglich" einzusetzen, um den Platz zu verteidigen. Vor der Pressekonferenz war die Stadt zu keinerlei Verhandlungen bereit.
Ich fand die Mischung aus unterschiedlichsten Mitteln sehr gut. Es wurde sich nicht auf das "Steine-schmeißen" versteift und auch auf die Provokationen von seiten der Polizei bzw. des Staatsschutz wurde kaum eingegangen. Die Demonstrationen waren laut, konsequent, aber friedlich. Vermutlich war aber für die Stadt nicht erkenntlich, inwieweit die angereisten TeilnehmerInnen potenziell Gewaltbereit war. Die Barrikaden hätten die Räumungspanzer und ein SEK nicht aufgehalten, aber zu mindest ordentlich genervt und die Räumung stark verzögert. Mit guter Pressearbeit und vielen engagierten Leserbriefen war auch die heimliche "vierte Säule" abgedeckt. Flyer, Transparente an der Straße und Infostände sollten die Informationen ungefiltert an BürgerInnen weitergeben. Ich hoffe und denke das die Fülle der Vielfalt an Aktionen, neben den vielen Leuten, die vor Ort angereist waren, zum Erfolg geführt hat.
Lasst euch nicht von dem "Widerstand ist zwecklos"-Argument abschrecken. Auch Borgs haben ihre Schwachstellen.
Update: Ich war gestern beim Tippen des Artikels so etwas von Müde, dass ich etliche Fehler und komische Formulierungen drin hatte. Nun habe ich den Text nochmal überarbeitet und einige Interessante Stellen verlinkt.
Schon mal bei den

prometoys@jwchat.org
Saturn