Thu, 18 Aug 2005

Genderterror meets Ladyfest

War das eine coole Party. Jaja, Eigenlob stinkt, aber so "eigen" war es ja gar nicht. Wie kam es zu dieser Aktion eigentlich?

Ein paar Frauen von und um Störenfrieda, einer lokalen All-Girl-Punk-Band, sprachen Svenja an, ob wir nicht Lust hätten, ein Soli-Veranstaltung für das Ladyfest Bielefeld zu machen. Gleich dachte ich an, auf dem Flyer das Ladyfest kurz zu erwähnen und etwas Geld dorthin zu spenden, so wie wir es bisher auch ganz lieblos bei Soli-Anfragen gemacht haben. Damit lag ich aber komplett falsch.

Chill-Out-Zone und Teil der Ausstellung
Chill-Out-Zone und Teil der Ausstellung

Ladyfest, was ist das eigentlich? Ein unkommerzielles, feministisches DIY-Spektakel. Daher hatten die "Ladies", welche eigentlich riesig Lust haben, ein "eigenes" Ladyfest hier zu veranstalten, auch vor, eine Veranstaltung zu organisieren, wo viele Menschen, vor allem Frauen, selber was auf die Beine stellen können.

So bahnte sich ein "Event" an, mit Ausstellungen, Vortrag (Frauen in der Hardcore- und Punk-Szene), Bücher-, Zine- und Plattentischen, Konzerten und Crossdressing-Room (exchange your gender easily), sowie leckeren Getränken und anderen veganen Köstlichkeiten. Von Seiten der Genderterror kam die Idee mit einer zweiten Tanzfläche. Mehrmalige Treffen, Planen, Bands anschreiben und Interessierte ansprechen mündeten in einer Woche Aufbau und "woosh", da war sie, groß und pink, die genderterror-ladyfestsoli.

Da ich mich viel um die "unsichtbaren" Teile der Veranstaltung kümmerte, war ich total überrascht, als sich das AZ (was wir fast gänzlich in Anspruch genommen hatten) mit dem ganzen "Content" füllte. Hier standen Tische mit Leckereien, dort wurden Platten und Bücher ausgelegt, an fast jeder freien Stelle wurden Fotografien und Bilder aufgehängt. Die Bands lagerten ihr Equipment und die "kinky klon kingz" besprachen sich in der Werkstatt. Die Scheinwerfer beleuchteten die Diskokugel und die DJ/anes bauten ihre Platten auf.

Zudem war es ein cooles Erlebnis zu sehen, wie sich das AZ binnen einer Woche nach unseren Wünschen verwandelte. Während die letzten Feinheiten am Licht eingestellt wurden, füllten sich die Räume langsam mit Leuten und ich konnte selbst so außergewöhnlichen Gästen wie Keylime und Iris nicht mehr als einen Moment Aufmerksamkeit schenken. Das einzige, was ich neben einer veganen Leckerei genießen konnte, war Stockholm und als so alles erledigt war, schlief ich auf dem Elektro-Floor auf einer Couch ein.

Was mich an dieser Veranstaltung wirklich begeisterte, war zu sehen, wieviele Leute mithalten und organisierten, Ideen einbrachten und beim Abbau dabei waren. Durch das AZ zu laufen und so unterschiedliche Leute werkeln zu sehen oder trotz der Größe eine absolut relaxte Veranstaltung zu haben, ist schon erfreuend. Positiv war auch das Feedback, auch wenn für manche Tanzwütige, die Konzerte sich zu lange hinzogen.

Ich muß auch gestehen, dass ich von dem Abend "high" war (natürlich ohne Zuhilfenahme externen Substanzen) und am Samstag trotz wenig Schlaf kaum zur Ruhe kam.

Svenja hat bei Flickr ein paar Bilder online gestellt. Bei soviel Spaß kann mensch nur auf ein Ladyfest Mülheim hoffen. Großen Dank vor allem an die "Ladies", aber auch allen anderen fleißigen HelferInnen.

An dieser Stelle nochmal Sorry an Stockholm für die vergessene Monitor-Box und an Sil aka "DJ Monster Truck" für die unbarmherzige Technik.

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Mon, 15 Aug 2005

Ljubljana

Yuhu! Gestern bin nach einer langen Nachtzugreise via Billigflieger aus Berlin-Schönefeld in Ljubljana angekommen. Eine sehr nette Stadt. Eigentlich hatte ich ja nicht vor aus dem Urlaub zu Bloggen, aber freies Internet in der Jugendherberge mit putty direkt auf dem Desktop verführte doch zu stark.

Viel berichten will ich eigentlich auch nicht, da hinter mir eine Horde von weiteren Internetsüchtlingen sitzt. Gestern sind wir durch die Stadt geschlendert und haben hauptsächlich Schlaf nachgeholt. Heute werden wir uns auf der Karte einen schönen See oder Fluss aussuchen und Ljubljana erstmal verlassen.

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Fri, 05 Aug 2005

Online und Ladyfestsoli

Seit gestern habe ich auch in meinen eigenen viel Wänden Internet. Vielleicht bekommt ihr ja noch einen neuen Eintrag, bevor ich im Urlaub bin. :-)

Heute abend ist erstmal die riesige "Genderterror meets Ladyfest", ein Soli-Event für das Ladyfest Bielefeld, im AZ Mülheim. Wir sind die ganze Woche schon mit dem Aufbau beschäftigt und ich freue mich auch schon richtig drauf. Jetzt muss ich aber los und weitermachen, vielleicht sieht mensch ja einen von Euch auch dort.

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Mon, 04 Jul 2005

Seiten und Kommentare

Dank Will's schnelle und spontane Hilfe können nun auch wieder die älteren Texte in meinem Blog gelesen werden, ohne das die Startseite zu lang wird. Einfach am Ende der Seite hin und herblättern.

Außerdem habe ich die Software von meinem Blog aktualisiert, was leider den Nebeneffekt hat, dass es derzeit nicht möglich ist Kommentare zu schreiben. Ich versuche den Fehler so schnell wie möglich zu beheben.

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Sun, 03 Jul 2005

La maison de mes rêves

Mal wieder bin ich umgezogen und diesmal im Grünen gelandet. Schon seit meiner ersten Wohnung hegte ich den Wunsch nach dem WG Leben. Es gab da auch ein kurzes Intermezzo und fast hätte es auch mal mit einem Hausprojekt geklappt, aber die meiste Zeit beschäftigte sich eine von mir angemietete Wohnung mit meinen Katzen, während ich mich anderswo unter die Leute gesellte.

Doch endlich haben die sehnsüchtigen Träume nach einem Besuch bei meiner Lieblings-WG ein Ende und mit mehr Glück als uns zusteht haben wir eine nette Bleibe gefunden. Dieses Haus mit vielen Räumen, ruhigen Nachbarn, einer bezahlbaren Miete und einem unverschämt großen Garten, welcher selbst mich als überzeugten Großstadtmenschen beeindruckt, hat soviele Vorzüge das mir die Tränen in die Augen kommen, nur wenn ich daran denke. Obwohl es im Grünen liegt, brauche ich mir dank Straßenbahn, Autobahnabfahrt und S-Bahnhof in humaner Fußmarschnähe keine Sorgen in Sachen Verkehrsinfrastruktur machen. Und alle entscheidenden Orte sind gar näher als von meinem bisher geliebten Hochfeld.

Noch stehen viele Kartons rum und vor allem muss die Küche endlich eingerichtet werden, aber ich fühle mich sauwohl. Die erste Woche im neuen Heim begann dank guten Wetters mit mehrfachem spontanem Grillen im Garten oder auch ausgedehntem gemeinsamen Frühstück auf der Terasse mit frisch-gemahlenem Kaffee.

Ach, ich freu mich so...

Luftbild von Mülheim Styrum
Luftbild des Hauses (© Regionalverband Ruhr)

Beachtet beim Kommentare schreiben das gewisse Detailinformationen möglicherweise von mir absichtlich nicht erwähnt wurden.

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